Man kann sich das Usenet als eine riesige Sammlung von Schwarzen Brettern vorstellen. Man nennt sie Newsgroups oder zu Deutsch Nachrichtengruppen. Das Prinzip gleicht den Web-Foren, nur ist hier der Stil eleganter.
Die 60000 Newsgroups werden nicht auf einem zentralen Rechner gespeichert, sondern liegen auf tausenden von Usenet Servern. Jeder dieser Server steht ständig in Kontakt mit ein paar anderen, die als seine “peers” bezeichnet werden, diese wieder mit ein paar anderen, und so ergibt sich ein Netzwerk, auf dem sich die Informationen überall hin verteilen; es gibt keine Zentrale, keine Leitstelle, jeder Server ist für sich selbst und die Einhaltung der Regeln verantwortlich, auf die man sich geeinigt hat. Das Usenet ist also dezentral aufgebaut.
Die Nachrichtengruppen sind nach Themenbereichen geordnet und benannt, damit man sich auch zurecht findet. Es gibt, wie schon gesagt, 60000 Newsgroups. Diese sind nach Themen eingeordnet. Es gibt fast kein Thema, dass nicht in einer Newsgroup besprochen wird.
Innerhalb der verschiedenen Newsgroups werden Themen in so genannten Threads besprochen. Um bei dem “schwarzen Brett” Vergleich zu bleiben: Jemand hängt einen Zettel mit einer Frage an das Brett (in die Newsgroup). Dieser Zettel wird von jemand anderem gelesen, der auf die Frage eine Antwort weiß. Er schreibt die Antwort auf einen zweiten Zettel und klebt diesen an den Ersten. Ein dritter Leser liest beide Zettel und weiß eine Ergänzung. Er schreibt einen dritten Zettel und klebt diesen an die beiden Ersten. So entsteht ein langer “Zettelbaum”, den man im Usenet Thread nennt. Die einzelnen Zettel werden Postings oder Artikel genannt.
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